2017 10 30 Comacchio 14  2017 10 31 San Tomaso 01 2017 10 29 Comacchio 02

Wieder geht es noch der Arbeit erst gegen 20:00 Uhr los. Wir starten zu einer kurzen Tour raus aus dem schlechten Wetter, noch mal Sonne Tanken bei bis zu 20 C in Norditalien. Eigentlich fahren wir ganz gerne später am Abend los, die Straßen sind frei und man rausch problemlos über Garmisch, den Brenner an Bozen vorbei bis zum Gardasee. In Riva angekommen stellen wir uns einfach auf einen der hafennahen Parkplätze, lösen das Parkticket und schlafen bis zum Morgen.

Die Anreise am vorherigen Abend zahlt sich morgens aus. Bereits morgens stellt sich bei einem Frühstück mit Seeblick direkt das Urlaubsfeeling bei angenehmen Temperaturen ein. Die Sonne kommt auch langsam durch die Wolken und wir sitzen auch noch beim zweiten Cappuccino draußen.

2017 10 28 Riva 2

Eigentlich wollten wir nur kurz zum Gardasee, vielleicht noch ein paar Touren biken aber wir entscheiden uns, doch bis zur Adria weiterzufahren. Unser Ziel ist diesmal Chioggia, das im Herbst nicht mehr von den klassischen Adriatouristen überschwemmt ist und auf einer kleinen Insel gelegen eine nette Altstadt besitzt.

Also weiter die herrliche Straße am Westufer des Lago hinunter, durch die vielen Tunnel und Gallerias an Salo vorbei auf die Autobahn Richtung Venedig. In Chioggia angekommen fahren wir zunächst durch die neueren Stadtviertel und deren lebendiges Treiben in den Einkaufsstraßen. Alle scheinen jetzt am Endes des Tages noch schnell ihre Wochenendeinkäufe zu erledigen. Wir finden einen Parkplatz in Strandnähe und nutzen die Zeit, um einen ausgedehnten Strandspaziergang zu machen.

Es sieht hier mit den bereits winterfest verpackten Strandutensilien wie Palmen, Liegen, Kinderrutschen etc. etwas unwirklich aus, aber der Strand ist völlig frei und mit uns nutzen viele anderen auch die Gelegenheit an der Wasserlinie entlang zu laufen.

Alternativ zu unserem Parkplatz besteht auch die Möglichkeit auf Stellplätzen zu stehen. Direkt hinter uns befinden sich gleich drei davon. Ein kurzer Blick auf die Situation dort – sehr voll, aller stehen dicht an dicht – überzeugt uns, da wir problemlos ohne Landstrom auskommen, dass der Parkplatz für uns die eindeutig bessere Alternative darstellt.

Hier noch ein kleiner Tipp: Bitte unbedingt Parkscheine lösen und ins Fenster legen! Morgens kommen die lokalen Ordnungshüter und kontrollieren. Ich denke, dass insbesondere die Stellplatzbetreiber das freie Stehen möglichst unterbinden wollen.

Auf unserem nächtlichen Rundgang hatten wir eine kleines Straßencafe entdeckt, in dem wir jetzt noch schnell ein italienisches Frühstück einnehmen, auf einem der Stellplätze noch entsorgen und Frischwasser nachfüllen und dann in die Altstadt fahren. Für Samstagmorgen ist der Verkehr überschaubar und wir bekommen dicht vor dem Eingang zur Altstadt direkt nach der Verbindungsbrücke einen guten Parkplatz.

Chioggia besteht aus einer völlig unverbauten Altstadt, die durch kleine Kanäle durchzogen ist, sozusagen ein Mini-Venedig. Die Altstadt wir an drei Seiten durch die Mole, an der auch viele Fischerboote liegen umschlossen und bietet auch neben dem Corso mit seinen vielen Bars und Restaurants schöne alte Straßenzüge. Vielleicht buchen wir das nächste Mal auch die „Sonnenuntergangstour“ mit einem Boot auf der Lagune.

2017 10 29 Chioggia 02 2017 10 29 Chioggia 06

Wir entdecken einen sehr ursprünglichen Fischmarkt der lokalen Fischer mit einem prächtigen Angebot an Meeresfrüchten und Fischen. Über Doraden, Sardinen, Muscheln, Langusten, Shrimps bis zu lokalen Austern ist alles dabei – ein einziges Shoppingparadies! Wir kaufen klassische Vogole für den Abend und Austern als Nachmittagssnack.

2017 10 29 Chioggia 09  2017 10 29 Chioggia 03  2017 10 29 Chioggia 05

In einem Reiseführer haben wir von einem Naturschutzgebiet mit einer Lagunenlandschaft nördlich von Ravenna gelesen. Das ist jetzt auch nur noch 70 km entfernt und so machen wir uns auf den Weg. Die Route für ausschließlich über die Staatsstraße auf der wir schließlich hinter Comacchio unser Ziel erreichen. Nachdem wir uns einen Stellplatz auf einem Agrotourismo angesehen haben, entscheiden wir, dass wir in dieser tollen Landschaft zunächst mal versuchen wollen, einen freien Übernachtungsplatz mit Lagunenblick zu finden. Wir brauchen gar nicht weit zu fahren, nur den Deich hoch, darauf ca. 2 km entlang und schon tut sich ein nettes Plätzchen auf.

2017 10 29 Comacchio 05   2017 10 30 Comacchio 14

Im Vordergrund die Lagune, hinter dem Deich ein Flüsschen mit einer kleinen Fähre. Die Sonne scheint und wir stellen sofort Tisch und Stühle raus. Austern mit Focaccia und einem Frizzante sind nachmittags auch wirklich nett. So genießen wir die Sonne und beobachten die verschiedenen Vögel in der Lagune. Zu unserer Überraschung entdecken wir dabei neben den üblichen Reihern eine Flamingo-Kolonie mit ca. 30 Exemplaren – wirklich außergewöhnlich. Als abends Mücken und Fliegen Überhand nehmen, verlegen wir unseren Sitzplatz nach drinnen. Die morgens gekauften Vongole sind super lecker und mit Käse runden wir unseren kulinarischen Tag ab.

2017 10 29 Comacchio 02  2017 10 29 Comacchio 01 2017 10 30 Comacchio 12

Am nächsten Morgen brechen müssen wir leider wieder aufbrechen, den  4 Tage sind doch etwas knapp bemessen. Also wieder nach Norden. Auf dem Weg passieren wir direkt nach dem Start eine kleine Fähre.

2017 10 30 Comacchio 01  2017 10 30 Comacchio Fähre Video

Porto Grimaldi hört sich interessant an und liegt auf dem Weg. Also ein kleiner Abstecher. Die Stadt entpuppt sich als klassischer Badeort mit Promenade im etwas verlassenen Ambiente. Lohnt nicht wirklich! Einziger Hoffnungsschimmer ist ein nettes Cafe an der Promenade mit toller Qualität und super Nachtischauswahl (diverse Petit Fours, Profiteroles….).

2017 10 31 Peschiera

Wir fahren wieder zurück bis zum Südende des Gardasees und nutzen aber nochmal den sonnigen Tag für ein Picknick.

2017 10 30 Villafranca 03 2017 10 30 Villafranca 05  2017 10 30 Villafranca 06

nehmen dann den offiziellen Stellplatz in Peschiera. Diesen kennen wir schon von unseren letzten Trips. Der große Vorteil ist, dass man es zu Fuß nicht weit in die Stadt mit ihren Restaurants und Cafes hat. Nach einem Aperitiv finden wir in der Osteria direkt am Beginn der Fußgängerzone ein nettes Restaurant, dass sich wohltuend von Hotelflair der anderen abhebt. Des ist voll und wir haben Glück bereits gegen 19:30 Uhr herein zu kommen, so dass wir nur ca. 15 Min. auf einen Tisch warten müssen. Bereits um 20:00 Uhr beträgt die Wartezeit sicher über ½ Stunde.

Heut ist das Auffüllen unserer Vorräte an italienischen Lebensmitteln im Einkaufcenter Leoni (Decancano) angesagt und wir verbringen wirklich einen fast einen halben Tag in der Mall. Gut beladen, aber bereits gegen 14:00 Uhr haben wir nun zwei Möglichkeiten. Entweder wir fahren jetzt direkt weiter Richtung Norden, besuchen noch die Weinkellerei Rotari in Mezzocorona (hervorragender Spumante!) und Übernachten bei Brixen oder wir nutzen noch die Sonne aus, suchen uns einen schönen Picknickplatz und dies genießen für 2-3 Stunden. Die Entscheidung fällt uns nicht schwer – Sonne hat Vorrang! Hinter einem kleinen Hügelzug finden wir dann eine Wiese mit Aussicht, auf der wir es uns gemütlich machen.

2017 10 31 San Tomaso 01

So brechen wir dann gegen 17:00 Uhr auf und erreichen mit einer Stauumgehung über die alte Brennerstraße gemütlich gegen 20:00 Uhr Brixen. Hier bietet sich als Stellplatz der gropße Parkplatz vor der Kletterhalle an, da dieser direkt an die Altstadt grenzt. Diese befindet sich im Tiefschlaf. Es haben außer ein paar Bars gerade mal zwei Restaurant auf, von denen wir uns für das Modernere entscheiden. Eine gute Wahl! Knödel mit Rehragou ein akzeptabler offener Tischwein und netter Service. Gegen 22:30 Uhr gehen wir durch eine verlassene Stadt zurück zu unserem Wohnmobil.

So können wir morgens noch schnell an der Raststätte Plose noch schnell entsorgen (Achtung: letzte gute Entsorgungsanlage vor dem Brenner!) und sind Mittags wieder in München.