Da wir wie immer spät loskommen, legen wir hinter Salzburg an der A10 Richtung Süden einen ersten Zwischenstopp ein. Nach etwas Suchen finden wir zwischen den klassischen Gasthöfen und Pizzerien ein interessantes Restaurant (K2 Dorfstr. 73; 5522 St. Martin am Tennengebirge,  http://www.k2-restaurant.at ).

    

Zum Glück gibt es am Marktplatz direkt auch einen kostenlosen Parkplatz auf dem wir dann heute Nacht direkt stehen bleiben können.

Das K2 ist mit der Einrichtungsmischung aus rustikalen und modernen Elementen echt mal etwas anderes und kommt nicht so spießig rüber (kommt leider auf dem Foto nicht so raus). Essen mit vernünftigen, der Qualität angemessenen Preisen und einer schönen Weinkarte – also: gute Entscheidung hier zu übernachten.

Weiter geht´s am nächsten Morgen (gutes Frühstück im MPreis mit tollem Angebot an Biobroten und -semmeln. So passieren wir den Hallstätter See

und erreichen mittags unser erstes Ziel GRAZ.

Da uns die in verschieden Apps vorgeschlagenen Stellplätze zu weit vom Zentrum entfernt sind, versuchen wir unser Glück und fahren einfach ins Stadtzentrum. Mit ein bisschen Gespür bietet sich direkt am Schlossberg (Straße: Erzherzog-Johann-Allee – direkt vor dem Burgtor). Das Beste: am Wochenende keine Parkgebühren!

  

Graz ist super, viel Leben, kleine Geschäfte, nicht nur die üblichen Filialisten! Lohnenswert ist auch das Viertel jenseits der Murr mit netten kleinen Weinbars für den Sundowner. Ein „must“ ist auch der Besuch auf dem Schlossberg. Wenn man wie wir nicht den Lift benutzt, durchaus ein in der Sonne schweißtreibender Anstieg. Lohnt sich aber in jedem Fall. Oben ist ein Bierarten und auch ein Café mit spektakulärem Blick über Uhrenturm (Grazer Wahrzeichen) und die Stadt.

  

  

Die direkt in der Innenstadt liegenden Restaurants sind relativ touristisch, bieten aber auch bei einem aus Münchner Sicht günstigem Preisniveau gute Qualität – Wir lieben Kürbiskernöl!

In aller Ruhe gut geschlafen. Zum Frühstück geht es schräg gegenüber ins Café/Bar Promenade, wo wir angenehm in der Sonne sitzen und den Sonntagmorgen genießen.

Nach der inzwischen notwendigen Ver- und Entsorgung, die wir für 5,00 € am Stellplatz Graz (Martinhofstraße 3, 8054 Graz) vornehmen, geht es weiter Richtung slowenische Grenze. Hier haben wir von Bekannten den Tipp, dass es beim Weingut OberGuess in Leutschach einen perfekten Stellplatz gibt.

Nicht ganz einfach zu finden, dafür hoch oben auf dem Berg mit 2700-Rundumsicht! (Weingut oberGuess, Schloßberg 9, 8463 Leutschach, http://www.oberguess.com, GPS: B 46.6388, L 15.4589, Achtung Montag und Dienstag Ruhetag!) Die Winzerfamilie Krampl hat hier mit viel Engagement und einer guten Hand einen traumhaften Platz geschaffen. Die Terrasse mit Blick über die Weingärten und das ausgewogen modern renovierte Anwesen strahlen eine wundervolle Ruhe aus, die einen im Buschenschank lange verweilen lässt. Hier werden ausschließlich eigene oder von anderen regionalen Höfen hergestellte Produkte verwandt. Die Weinkarte bietet im Schwerpunkt Sauvignon Blanc, beginnend im außer Haus Verkauf bei 11,90 € / Flasche. Es lohnt sich!

    

Der von der Familie Krampl angebotene Stellplatz ist sofort einer unserer TOP 3 geworden. Jetzt Anfang Juni noch nicht überlaufen (außer und nur noch ein zweites Wohnmobil dort) und ein Blick, von dem man sich kaum lösen kann. Nachdem die Sonne untergegangen war, zieht die auf einem Hügel gegenüber liegende angestrahlte slowenische Kirchen Sweti Duh immer wieder unsere Blicke auf sich.

Eine Gegend, die zum Wandern und Biken einläd. Wir testen am nächsten Morgen noch die Heiliggeistklamm, deren Einstieg direkt auf unserem Weg zurück ins Tal vom Weingut aus liegt. Der Weg führt ca. 5 km durch Klamm hinauf immer wieder die slowenische Grenze überquered zur Kirche Sweti Duh hinauf. Die Klamm selber ist eher unspektakulär. Hin und wieder durchqueren wir den Bachlauf – vernünftige Wanderschuhe sind dringend empfehlenswert. Der Weg hat im Sommer den Vorteil, dass er weitgehend im Schatten verläuft. Die letzten 1,5 – 2 km führen dann offen auf slowenischer Seite durch das Dort bis hin zur Kirche.

    

Als Rückweg wählen wir eine Variante und folgen dem Grenzweg zur Kiosk-Hütte. Hier hat eine Schafzucht eine Selbstbedienerhütte (bitte Bezahlen nicht vergessen!) mit Verpflegung von der Semmel über Wurst und Käse bis hin zur Kaminwurzen aufgebaut. Auch gekühlte Getränke sind reichlich vorhanden. Dieser Weg trifft später wieder auf die Klamm, die wir dann absteigen. Insgesamt eine schöne Wanderung. Die Klamm ist – verglichen mit anderen (z.B. der Partnachklamm) – allerdings unspektakulär.

Zurück führt und am Abend in Loeben auf Restaurantsuche, die wir eher schlecht als recht in einem Brauereigasthof beenden. Wenigstens finden wir auch hier eine gute Übernachtungsmöglichkeit nicht weit vom Marktplatz direkt an der Murr.

Nun die letzte Etappe nach München. Zwischenstopp in Radstadt – Essen ok, Ortskern mit wenigen Touristen bevölkert. Noch nicht einmal ein schönes Eiscafé – schade!